Presse
05.03.2018

Hauptbahnhof in Heidelberg erhält durch städtebaulichen Wettbewerb zwei Beherbergungsbetriebe - GBI AG plant für IntercityHotel

raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung mit Sieger-Konzept / Neuer Aufenthaltsort für Reisende sowie Einheimische / Verbindung der neuen Gebäude mit dem Hauptbahnhof, der erweitert und modernisiert wird / Voraussichtlich 2021 eröffnen das Vier Sterne IntercityHotel mit 198 Zimmern und ein angrenzendes Boardinghouse / Ca. 120 Auto-Stellplätze entstehen in gemeinsamer Tiefgarage / 600 Fahrräder können in der Tiefebene abgestellt werden


Die Entscheidung zur neuen Gestaltung des Areals rund um den Hauptbahnhof Heidelberg sowie Form und Aussehen zweier dort vom Projektentwickler GBI AG geplanten Beherbergungsbetriebe ist gefallen. Die Umsetzung erfolgt nach dem Konzept von raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung aus Frankfurt a. M. Das ergab das gemeinsam von Stadt Heidelberg und GBI AG veranstaltete Wettbewerbsverfahren. Dieses sollte sowohl die künftige Bahnhofserweiterung Richtung Westen berücksichtigen als auch den Entwurf für die Errichtung eines Fahrradparkhauses mit 600 Stellplätzen. Grundlage war zudem der im Frühjahr 2016 in einem Ideenwettbewerb ausgewählte Entwurf der Landschaftsarchitekten BIERBAUM.AICHELE zur Gestaltung des Areals.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem städtebaulich und architektonisch anspruchsvollen Konzept von raumwerk, auf das sich die Jury geeinigt hat. Nicht nur die beiden Beherbergungsbetriebe erhalten ein hochwertiges Aussehen, das in die Umgebung passt. Mit dem Stadtbalkon entsteht zwischen Hotel und Bahnhof zudem ein Bereich mit hoher Aufenthaltsqualität, der die neuen Gebäude mit dem Hauptbahnhof verbindet“, sagt Clemens Jung, Vorstand der GBI AG. Einer der Beherbergungsbetriebe wird ein Haus der Marke IntercityHotel mit 198 Zimmern, ein Vier-Sterne-Haus der Deutschen Hospitality, daneben entsteht ein Boardinghouse. Beide Häuser werden insgesamt ca. 120 zusätzliche Parkmöglichkeiten in einer Tiefgarage anbieten.

Voraussichtlich in einem Jahr wird die Entwidmung der vorgesehenen Bauflächen durch die Deutsche Bahn abgeschlossen sein. Ende 2021 ist die Fertigstellung beider Gebäude geplant. Diese werden mit hellem Klinker verkleidet, der an den Innen- und Außenseiten eine unterschiedliche Struktur hat. Die äußeren Fassaden haben eine glatte, homogene Oberfläche. Die innen liegende Fassade erhält ein raues Erscheinungsbild. „Das wirkt, als wären beide Häuser aus einem großen, glatten Baukörper auseinander gezogen worden“, so Thorsten Wagner, Geschäftsführer bei raumwerk: „Die beiden Gebäude besetzten dabei bewusst die Ränder des Grundstücks, so dass zwischen den Häusern ein neuer Platz entsteht, der die Baukörper miteinander verbindet und Raum im Freien bietet.“

Der Freiraum gliedert sich zum einen die Willkommens-Zone, Gäste können hier bequem an- und abreisen. Zum anderen entsteht eine Aufenthalts-Zone als kommunikativer Treffpunkt im Freien. Dafür wird beispielsweise das Erdgeschoss des Hotels mit Restaurant und Bar zum neu entstehenden Platz hin transparent gestaltet. „Das städtebauliche Konzept ist so aufgebaut, dass ausgehend vom denkmalgeschützte Hauptbahnhof ein neuer öffentlicher Raum entsteht, bei dem gezielt auf die Ensemble-Wirkung gemeinsam mit Hotel und Boardinghaus gesetzt wird“, so Architekt Wagner.

„Heidelberg wird durch die neuen Übernachtungsmöglichkeiten als Reiseziel weiter deutlich an Attraktivität gewinnen, obwohl bereits 2017 ein neues Rekordergebnis für die Stadt gebracht hat“, so Jan Winterhoff, Director of Hotel Development der GBI AG: „1.412.887 Übernachtungen von 745.703 Reisenden gab es, 2007 waren es noch rund weniger als 800.000.“ Die starke Nachfrage sorgt für steigende Hotelpreise. 111 Euro zahlten Gäste Ende 2017 im Schnitt für eine Nacht. Höhere Beträge wurden bundesweit nur in Hamburg (121 Euro) und München (113 Euro) fällig. Aufgrund der höheren Auslastung der Zimmer ist für die Hotelketten ein Haus in Heidelberg sogar attraktiver als in München. Das zeigt die Hotellerie entscheidende Kenngröße RevPAR. Winterhoff: „Deshalb ist in einem solch starken Markt die zentrale Lage der beiden Übernachtungsmöglichkeiten gar nicht hoch genug zu bewerten.

Der Bau des IntercityHotels in Heidelberg ist Teil einer umfassenden Zusammenarbeit der GBI AG mit der Deutsche Hospitality. Unter dieser Dachmarke werden neben IntercityHotel auch die Marken Steigenberger Hotels and Resorts und Jaz in the City betrieben. Insgesamt über 130 Hotels auf drei Kontinenten. Neben Heidelberg entstehen so in unmittelbarer Nähe zu den jeweiligen Bahnhofs-Standorten IntercityHotels auch in Bielefeld, Wiesbaden und Graz. „In allen Städten passen die zentralen Lagen genau zum Markenkern von IntercityHotel“, kommentiert CEO Thomas Willms die Zusammenarbeit aus Sicht der Deutschen Hospitality: „Ein wichtiger Beitrag für unser angestrebtes Wachstum, so dass wir gerne weiter eng mit der GBI AG zusammenarbeiten wollen.“