Presse
09.06.2017

Spatenstich für gefördertes Studentenwohnheim mit 135 Plätzen im Essener Ostviertel

Immobilie in der Natorpstraße durch GBI AG und Nord Project konzipiert und entwickelt/ Bauausführung durch Depenbrock Systembau GmbH & Co. KG / Fertigstellung des SMARTments student bis 2018 / Weniger als 300 Euro Warmmiete / Finanzielle Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen / Die gemeinnützige Stiftung FDS betreibt das Wohnheim


Am heutigen Freitag erfolgt mit dem Spatenstich der offizielle Baubeginn für 135 neue Apartments für Studierende im Essener Ostviertel. In der Natorpstraße errichten der Projektentwickler GBI AG und dessen Beteiligungsunternehmen Nord Project ein fünfstöckiges Gebäude der Produktlinie SMARTments student. Die Bauausführung übernimmt als Generalunternehmen die Depenbrock Systembau GmbH & Co. KG aus Bielefeld.  

Zum Start des Wintersemesters 2018/2019 werden die Studierenden in die Immobilie mit fünf Etagen (inklusive des zurückgesetzten Staffelgeschosses) einziehen und monatlich weniger als 300 Miete Warmmiete für ein voll möbliertes Apartment zahlen. „Ein günstiger Preis, auch dank der Konzeption als gefördertes Wohnheim“, erläutert Gerrit M. Ernst, Geschäftsführer der Nord Project. Insgesamt investiert werden mehr als 10 Millionen Euro in den Bau in der Natorpstraße 8-12. Ein großer Teil der Summe wird in Form eines Förderdarlehens des Landes Nordrhein-Westfalen gewährt. Finanzierungspartner ist die Stadtsparkasse Essen. „Dadurch sind wir in der Lage, langfristig preiswerte Mieten anzubieten“, so Ernst.

Für die jungen Leute ist der Standort des neuen Wohnheims ideal: Viele Universitätseinrichtungen sind gut erreichbar, der Campus Essen nicht einmal zwei Kilometer, die Innenstadt sowie der Hauptbahnhof nur einige hundert Meter entfernt. „Hier können Studenten ideal das Angenehme mit dem Notwendigen verbinden. Die Nähe zu den Treffpunkten der jungen Leute sowie gute Verkehrsanbindungen sind erfahrungsgemäß ebenso wichtig wie schnell erreichbare Seminare oder Vorlesungen“, erläutert Gerrit M. Ernst. Verkäufer des Grundstücks in der Natorpstraße ist ALDI Nord. Das Studentenwohnheim befindet sich zudem in Nachbar-schaft zur dortigen ALDI-Filiale.

Wohnheimquote hat sich deutlich reduziert

„Es ist immer eine besondere Freude, ein Gebäude zu bauen, das von den künftigen Bewohnern so sehnsüchtig erwartet wird“, betont Jörn Henrik Depenbrock, Geschäftsführer der Depenbrock Systembau GmbH & Co. KG: „Bekanntermaßen ist es ja aktuell in Essen für Studierende sehr schwierig, günstigen und passenden Wohnraum zu finden.“ Denn die Zahl der Studierenden in Essen hat sich in den vergangenen zehn Jahren um rund ein Drittel – und damit mehr als 10.000 – auf rund 40.000 erhöht. „Mehrere tausend junge Leute starten inzwischen jährlich ihre Ausbildung an den Hochschul-Einrichtungen unserer Stadt und suchen zu einem großen Teil auch hier nach Unterkünften“, betont Frank Rübenstahl, beim Amt für Stadterneuerung und Bodenmanagement bei der Stadt Essen zuständig für die Bewilligung von Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen: „Deshalb freuen wir uns über ein zusätzliches Wohnungsangebot wie hier an der Natorpstraße.“ 

Der Anteil der Studenten, die in Essen in geförderten Wohnheimen wohnen, liegt mit 6,6 Prozent unter dem NRW-Durchschnitt (8,9 Prozent). Zudem hat sich die Essener Wohnheim-Quote seit 2005 (9,1 Prozent) deutlich reduziert, weil das Angebot nicht mit den gestiegenen Studierendenzahlen mithalten konnte. Auch auf dem freien Wohnungsmarkt ist aktuell passender Ersatz nur schwer zu finden. Obwohl der Anteil der Single-Haushalte in Essen 49 Prozent beträgt, liegt die Zahl der Unterkünfte mit ein oder zwei Zimmern lediglich bei 17 Prozent. „Und dieses Missverhältnis verschärft sich durch die erteilten Baugenehmigungen weiter“, erläutert Nord Project-Geschäftsführer Gerrit M. Ernst: „Im Fünf-Jahres-Zeitraum seit 2010 lag hier der Anteil der neu geplanten kleinen Wohnungen sogar nur bei 14 Prozent. Wir freuen uns, da jetzt ein dringend benötigtes Angebot machen zu können.“ Das Projekt in der Natorpstraße wird im Rahmen der SMARTments student-Produktlinie der Auftakt weiterer Projektentwicklungen des Segments geförderter Wohnheime in ganz NRW sein. Ernst: „Auch in Essen selbst sehen wir weiteren Bedarf und sind bereits in konkreten Gesprächen.“

Vollmöblierte Apartments mit Bad und Kochzeile

Betreiber des SMARTments student ist die FDS gemeinnützige Stiftung. Diese wurde 1971 als ´Fördererkreis deutscher Studenten` gegründet. „Unser gemeinnütziger Stiftungszweck ist, den jungen Leuten beim Wohnen zu helfen. Dabei haben wir jahrzehntelange Erfahrung. Unsere Motivation deckt sich beispielsweise genau mit der Begründung des Landes NRW für die Förderung. Deshalb ist die FDS auch ein idealer Partner für den Betrieb geförderter Wohnheime“, erläutert Geschäftsführer Michael Blind. 

Angeboten werden in Essen ausschließlich Einzelapartments, mindestens 20 Quadratmeter groß, voll möbliert und mit Internetanschluss. „Und stets inklusive Bad und Kochzeile – die heutzutage präferierte Wohnform“, so Blind: „Wir haben mehrere Generationen Studierender begleitet und kennen sich ändernde Bedürfnisse.“ Für eine gemeinsame Nutzung gibt es einen Aufenthalts- sowie einen  Waschmaschinen- und Trockenraum. Neben 20 PKW-Stellplätzen steht für jeden Bewohner ein Fahrrad-Stellplatz zur Verfügung. Genutzt werden können zudem Terrassen und Freiflächen.

Eine Besonderheit solcher Wohnheime im Rahmen der SMARTments student-Produktlinie: Bau und Betrieb erfolgen aus einer Hand. Blind: „Auch Städte, die bisher keine Erfahrung mit dem Bau geförderter Wohnheime haben und in denen sich erst jetzt ein Bedarf entwickelt, können somit solche Projekte zeitlich und preislich gut kalkulierbar umsetzen.“ Die FDS betreibt bundesweit insgesamt 13 Objekte mit rund 2000 Wohnplätzen für Studierende. Fünf weitere SMARTments student-Standorte mit mehr als 1000 Apartments sind aktuell bundesweit in der konkreten Umsetzung.