Presse
21.03.2017

Budget: Der neue Luxus


Zu der Frage, ob Budget noch eine Zukunft hat oder ob der Einheitsbrei in der Mitte droht, wurden Reiner Nittka, Vorstandsvorsitzender GBI AG, und Chris-Norman Sauer, Head of Development GBI AG, von hospitalityINSIDE befragt. HospitalityINSIDE steht für die Vision eines interaktiven Informationsnetzwerkes, welches Führungskräfte und Fachjournalisten der internationalen Hotel-Branchen verbindet. 

"Budget ist nicht out. Aber Budget ist im Wandel und wird dadurch immer stärker zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz für die klassische 3- bis 4 Sterne-Hotellerie", erklärt Chris-Norman Sauer. Der Kunde interessiere sich nicht mehr dafür, wie das Hotel klassifiziert sei.

Während bei den Hotels der 4-Sterne-Bereich unter Druck gerät, legen die Budget-Häuser zu. Diese Entwicklung beobachten Hoteldeveloper schon seit längerem – doch nun dringen die Budgethäuser durch eine originelle und hochwertige Ausstattung der öffentlichen Flächen noch stärker in den Bereich der 4-Sterne-Häuser ein. Zum einen hat sich der früher sehr deutliche Flächenunterschied nivelliert: Während die Budget-Hotels zum Teil Bereiche ausdehnen, reduzieren 4-Sterne-Häuser ihre Flächen – vor allem aufgrund der gestiegenen Immobilienpreise.

Gleichzeitig punkten Budget-Häuser mit anspruchsvollen Konzepten für die öffentlichen Bereiche, zum Beispiel Ginbars oder originellen Restaurant-Ideen. Und sie schaffen Luxus auf kleinem Raum: So plant beispielsweise Motel One, neue Hotels mit Marmorböden, exklusiven Sitzmöbeln und Safes auszustatten. Qualitativ sehr hochwertige Betten und modernste Technik sind in fast allen Häusern der Budget-Kategorie selbstverständlich. Dazu kommt: Die Gäste sind weniger statusbewusst als früher – sie zahlen eher für eine individuelle Gestaltung des Hotels als für den zweiten Mülleimer im Zimmer. Allerdings sind auch die Budgethotels nicht ohne Konkurrenz – während sie nach oben Druck machen, drängen von unten Hostels wie Generator mit interessanten Konzepten nach. Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft.

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