Presse
06.08.2018

Die Politik jagt Studenten in die Wohnungsfalle - Kommentar von Markug Beugel in der Wirtschaftswoche

Jedes Jahr strömen mehr Studierende in die Uni-Städte. Der Zuwachs ist politisch geplant, doch mit den Folgen werden die jungen Menschen allein gelassen.


Seit 2008 ist die Zahl der öffentlich geförderten Studienplätze in Deutschland um 43 Prozent gestiegen ist - gleichzeitig ist die Zahl der geförderten Wohnheimplätze nur um knapp sieben Prozent gestiegen. Der Grund ist simpel: Die Bundesländer stellen zu wenig Geld bereit. Bund und Länder haben nicht bedacht, dass zusätzliche Studenten irgendwo wohnen müssen.

Da sich Studentenapartments an Bafög-Empfänger und andere wenig betuchte Studierende richten, dürfen ihre Mieten das Bafög-Wohngeld von 280 Euro möglichst nicht überschreiten. Apartments zu solch niedrigen Mieten anzubieten, lohnt sich jedoch für keine Wohnungsbaugesellschaft – zumindest auf dem freien Markt. Zu hoch sind die Bau-und Grundstückskosten.

“Wir brauchen Förderungen vom Land, um das anbieten zu können”, sagt Markus Beugel, Vorstand der GBI AG. Ist die Förderung hoch genug, garantiere er auch die günstigen Mietpreise. Das beste Beispiel für gute Förderbedingungen ist das Bundesland Bayern. Das Land ist einer der Spitzenreiter in Sachen Förderung. 32.000 Euro pro Apartment winken demjenigen, der ein Studentenwohnheim baut und Kaltmieten von 200 Euro pro Wohnheimplatz garantiert. Zu den 200 Euro kommen in der Regel noch Kosten für Möblierung, Strom, Heizung und Internet hinzu. Die Wohnungsbaugesellschaft GBI kommt so auf eine Warmmiete von 300 Euro. Das ist etwa halb so viel wie ein WG-Zimmer in München kostet.

Hier können Sie sich den kompletten Artikel durchlesen.