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28.08.2020

Ein Gedenk-Campus am Gleis 17 im Grunewald

Die Moses-Mendelssohn-Stiftung plant einen Lern- und Wohnort für Studierende unweit des Deportations-Mahnmals.


In Sichtweite des Mahnmals Gleis 17 am Bahnhof Grunewald soll ein Campus für Gedenken, Forschung und studentisches Wohnen entstehen. Wie der Tagesspiegel von der Moses-Mendelssohn-Stiftung erfuhr, ist der Else-Ury-Campus unweit des Ortes geplant, an dem an tausende Berliner Jüdinnen und Juden erinnert wird, die in der Zeit des Nationalsozialismus ab Herbst 1941 vom Gleis 17 mit Zügen der Deutsche Reichsbahn deportiert wurden.

Am historisch authentischen Ort

Von einem „innovativen und integrativen Ausstellungs-, Vermittlungs- und Wohnkonzept“ spricht der Vorstandsvorsitzende der Mendelssohn-Stiftung, der Historiker Julius H. Schoeps.  Auf dem geplanten Campus könnten Studierende unterschiedlicher Disziplinen und aus verschiedenen Ländern – darunter auch Israel – gemeinsam wohnen und lernen.

 „Einen historischen Gedenk- und Erinnerungsraum direkt und im übertragenen Sinne vor Augen, sollen sich angehende Geistes- und Naturwissenschaftler mit diesem historisch authentischen Ort intellektuell auseinandersetzen“, erklärt Schoeps, der Gründungsdirektor des Moses-Mendelssohn-Zentrums für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam (MMZ) ist.

Den kompletten Artikel im Tagesspiegel finden Sie hier.