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02.10.2020

Gedenkstätte und Wohnraum geplant

Berlin. Schon vor Jahren gab es Pläne, die an das Mahnmal Gleis 17 angrenzende Fläche mit Wohnhäusern zu bebauen. Doch Proteste verhinderten das Projekt. Jetzt nimmt die Moses Mendelssohn Stiftung einen Versuch, die 20.000 m2 große Brache am S-Bahnhof Grunewald zu beleben. Entstehen sollen eine Kombination aus Erinnerungsund Forschungsstätte und ein Campus mit 150 Apartments für Studierende.


Es ist ein Ort des stillen Erinnerns, der Bahnsteig von Gleis 17 am Bahnhof Grunewald. Von dort aus fuhren ab Oktober 1941 die Deportationszüge, mit denen mehr als 50.000 Juden in Konzentrations- und Arbeitslager in Auschwitz-Birkenau oder nach Theresienstadt gebracht wurden. Entlang der Schienen erinnern seit dem Jahr 1998 in den Bahnsteig eingelassene Stahlgussplatten, auf denen in chronologischer Reihenfolge das Abfahrtsdatum der Züge, der Bestimmungsort und die Anzahl der Deportierten stehen, an die grausame Zeit. Eine Ausstellung zur Geschichte dieses Ortes gibt es indes bislang nicht. Besucher finden lediglich ein Hinweisschild am Eingang zum Gleisgelände.

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