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03.04.2021

geförderter Wohnungsbau in Hemmingen (Copyright: GBI Holding AG)

Gutes tun und Geld verdienen

Bundesweit sinkt die Zahl der Sozialwohnungen. Der Bedarf an günstigem Wohnraum ist trotzdem hoch. In diese Lücke stoßen immer mehr private Investoren vor - und verdienen damit Geld.


Berlin, 03.April 2021 Für die Gothaer Versicherung ist Göttingen ein bedeutender Standort. 1950 errichtete der Versicherungskonzern auf dem Gelände der ehemaligen Lüttich-Kaserne einen Verwaltungssitz, den er in späteren Jahren kontinuierlich ausbaute. Mittlerweile aber sind die Bürogebäude am Gothaer Platz abgerissen, und auf der Brache kündigt sich eine neue Nutzung an: Die Wertgrund Immobilien AG will auf dem etwa eineinhalb Kilometer vom Stadtzentrum entfernten Grundstück in den nächsten Jahren 650 Wohnungen errichten. Das Besondere daran: Etwa 260 davon werden in zwei unterschiedlichen Modellen öffentlich gefördert, sodass sie für eine Miete von lediglich 6,10 beziehungsweise 7,50 Euro pro Quadratmeter angeboten werden.

Das Neubauprojekt in Göttingen ist zwar ein besonders großes Vorhaben, aber keineswegs das einzige derartige Projekt in Deutschland. Vielmehr entstehen derzeit in zahlreichen deutschen Städten Wohnungen, die mit finanzieller Unterstützung durch die öffentliche Hand errichtet und für Haushalte reserviert sind, die bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten. Wie wichtig solche Sozialwohnungen mittlerweile geworden sind, zeigt eine Untersuchung, die das Analysehaus Bulwiengesa im Auftrag der Wertgrund Immobilien AG vorgelegt hat. Demnach sind nicht weniger als 26 Prozent aller Mietwohnungen, die zwischen 2021 und 2025 in 26 der größten deutschen Städte entstehen, öffentlich gefördert. Was viele überraschen dürfte: Es sind keineswegs nur Wohnungsgenossenschaften und städtische Wohnungsbaugesellschaften, die Sozialwohnungen bauen oder kaufen. „Private Investoren errichten mehr als 55 Prozent der geplanten Wohnungen in diesem Segment und stellen somit neben kommunalen Akteuren den wichtigsten Investorentyp dar“, sagt André Adami, Bereichsleiter Wohnen bei Bulwiengesa und Autor der Studie.

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